Kotzen!
Tags: arschlöcher, bundeswehr, finanzkrise, große koalition, politik, spd
Daß ich hier gerade so wenig von mir gebe, heißt nicht, daß ich nicht kräftig Kreise kotzen könnte.
Kotzen über die Politik in diesem Lande. Kotzen über die Partei, der ich angehöre.
Kotzen über das dilettantische Krisenmanagement im Zuge der weltweiten Finanzkrise. Statt Saftschuppen wie die Hypo Real Estate zu verstaatlichen und nach Erfolgreicher Sanierung den Gewinne abzugreifen, pumpen wir denen lieber noch ein paar Milliarden mehr in den Anus. Statt Finanzbeamte ausschwärmen zu lassen und die Banken mal genau zu durchleuchten, statt den Schaden zu beziffern, den Ackermann & Co. mit ihren überzogenen Renditeforderungen und immer riskanteren Geldgeschäften, Derivaten, Zertifikaten, usw. angerichtet haben, statt die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu zu ziehen, machen wir Geldgeschenke.
Kotzen über Arschlöcher, welche die Bundeswehr im Innern einsetzen wollen. Und Kotzen darüber, daß sich Knallchargen wie SSchäuble in der GröKaZ (Größte Koalition aller Zeiten) durchgesetzt haben. Das hier wollen sie im Grundgesetz verankern:
(4) Reichen zur Abwehr eines besonders schweren Unglücksfalls polizeiliche Mittel nicht aus, kann die Bundesregierung den Einsatz von Streitkräften mit militärischen Mitteln anordnen. Soweit es dabei zur wirksamen Bekämpfung erforderlich ist, kann die Bundesregierung den Landesregierungen Weisungen erteilen. Maßnahmen der Bundesregierung nach den Sätzen 1 und 2 sind jederzeit auf Verlangen des Bundesrates im Übrigen unverzüglich nach Beseitigung der Gefahr aufzuheben.
(5) Bei Gefahr im Verzug entscheidet der zuständige Bundesminister. Die Entscheidung der Bundesregierung ist unverzüglich nachzuholen
Gefahr im Verzug? Haben die nicht mehr alle Tassen im Schrank? Was Gefahr im Verzug im Alltag bedeutet, weiß Jeder, der Nachrichtenquellen abseits der offiziellen Pressemitteilungen liest. Hausdurchsuchung ohne Durchsuchungsbefehl? Gefahr im Verzug! Festgehalten ohne Anklage? Gefahr im Verzug!
Was kommt als Nächstes? Eine Nationalgarde?
Und kotzen tue ich insbesondere über eine SPD, die den ganzen Scheiß willig mitmacht. Seit der Ära Schröder entfernt sich die ehemals Sozialdemokratische Partei immer weiter von ihrer eigentlichen Zielgruppe. Statt die notwendigen Reformen sozialverträglich durchzuführen, wird marktradikal reingehackt. Immer feste druff! Voll auf die Zwölf der Arbeitnehmer, der Armen und Schwachen in diesem Land. Was immer sich Hetzbuden wie die INSM oder der Konvent für Deutschland und die Ackermänner und Metzgers so ausdenken, wird ergebenst umgesetzt. Dazu holt man sich dann externe Mitarbeiter in die Ministerien, welche, überaus komfortabel, die Gesetzesentwürfe gleich mitbringen.
Und als sei das alles nicht genug, holt man sich ausgerechnet den Typen zurück ins Boot, der wie kein anderer aktiver Politiker für den Niedergang der Sozialdemokratie verantwortlich ist: Franz Müntefering, der hehre Ziele wie den Mindestlohn ausgerechnet in einer Koalition mit der FDP oder gar einer weiteren Großen Koalition durchsetzen möchte.
Wenn in der Führungsetage der SPD noch ein Funken sozialen Gewissens vorhanden wäre, hätten die Parteibosse schon vor zwei Jahren die olle Merkel vom Thron gestoßen und eine Rot-Rot-Grüne Koalition im Bundestag gebildet. Die Mehrheit wäre jedenfalls da. Aber die Linke ist ja ach so böse…
Wie gesagt: Jede Menge Anlass zum Kotzen…
Danke, CDU Biberach
Tags: arschlöcher, biberach, bundestag, cdu, die grünen, INSM, korruption, oswald metzger
…daß Ihr dem korrupten Arschloch Arbeitgeberlobbyisten und INSM-Mietmaul Oswald Metzger das Direktmandat für Euren Wahlkreis verweigert habt.
Zwar kenne seine(n) Gegenkandidaten nicht, aber menschenverachtender und korrupter als olle Oswald werden die sicherlich nicht sein.
Wie eine mögliche Zukunft für Metzger aussehen könnte, schildert indes das INSM-Watchblog:
Was wird Oswald Metzger nun wohl machen? Denn einen Studienabschluß oder eine Berufsausbildung hat er ja bekanntlich nicht, außer Politik und für Lobbyisten und Arbeitgeber lügen, betrügen, verdrehen und hetzen kann er ja nichts. Logischerweise wird Oswald Metzger nun möglicherweise ein weiteres überflüssiges Buch bei Bertelsmann veröffentlichen. Dadurch wird er sich mittels dümmlich-eindimensionaler Parolen, wie man sie von ihm seit eh und je kennt, wieder in die Talkrunden hochschlafen und wahrscheinlich unmittelbar danach seinen Aufnahmeantrag bei der FDP einreichen – und hoffentlich ein weiteres Mal scheitern oder erst gar nicht aufgenommen. Denn seinen zahlreichen schlechten Taten zum Nachteil des Volkes sollte kein langfristiger Lohn folgen und keine Partei, die wählbar bleiben will, sollte sich solch ein korruptes Schmuddelkind in die eigenen Reihen holen.
Und Wolle Schäuble ist auch immer wieder für einen Lacher gut
Tags: arschlöcher, überwachung, grundgesetz, online-durchsuchung, schäuble, Staats-Terror, Stasi 2.0
Diesmal geht es unter Anderem um die Unverletzlichkeit der Wohnung.
Bund und Länder müssten in Ruhe darüber reden, ob die im Grundgesetz garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13) das “heimliche Betreten” einer Wohnung zulasse
Inwiefern die Wohnung überhaupt noch unverletzlich ist, wenn Staatsorgane da einfach ein und ausgehen können, erklärte er aber nicht.
Außerdem wird er zunehmend pampiger, wenn man ihm berechtigterweise Verfassungsbruch vorwirft:
“Ich rate jedem, mich nicht als permanenten Verfassungsbrecher zu verleumden.” Er habe nichts gegen einen gehörigen politischen Wettstreit. “Aber bei der Diffamierung unseres Rechtsstaates als Überwachungsstaat hört es auf. Es ist schändlich, dass gerade die Linkspartei alias PDS/SED damit agitiert”, sagte Schäuble.
Lieber Herr Schäuble!
Wenn Sie nicht möchten, daß man Sie als Verfassungsbrecher tituliert, dann hören Sie auf, unser Grundgesetz zu demolieren und die Bürgerrechte nach und nach abzuschaffen!
Und was die Linke betrifft: “Die sind in der DDR groß geworden. Die erkennen einen Überwachungsstaat, wenn sie einen sehen!” (Zitat von Fefe)
Stürmische Klingler
Berlin-Tempelhof, morgens um halb Acht: Jeder normale Student schläft noch seelenruhig.
Auf einmal klingelt jemand an meiner Tür. Und zwar nicht auf die “normale” Art (*däääät*) sondern auf äußerst unschöne, weil laute und penetrante Art und Weise (*dät* dät* *dääät* … *däääääääääääääät*).
Ich stehe natürlich im Bett. Voll auf Adrenalin, nah am Herzinfarkt.
Kleiner Einwurf: Die lautmalerische Umschreibung ‘dääät’ gibt das Geräusch meiner Klingel recht genau wieder. Man balle das Gesicht zur Faust, spreche das ‘äää’ moglichst breit aus und lasse seine Stimme laut und mit heiserem Vibrato erklingen. Sehr unschön, also.
Ich bin also wach. Aus einem schönen Traum gerissen. Desorientiert und sauer.
Und der Typ läßt nicht locker (*DÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄT* *däät* *däät*).
Was fällt dem eigentlich ein? In dieser Herrgottsfrühe!
Schließlich höre ich das Signal der Erlösung: Es wird in einer anderen Wohnung geklingelt.
Und wenn mir jetzt noch jemand erklärt, wer mir heute diesen Schockstart in den Tag verpasst hat (die Post war’s nicht), dann weiß ich wenigstens, über wen ich mich aufrege.
Blöde Sau!
Fremdenfeindlichkeit im Alltag
Tags: arschlöcher, Berlin, Busse, BVG, fremdenhass
Gestern hatte der Bus ein wenig Verspätung; er war etwa drei Minuten überfällig.
Ein mit mir an der Haltestelle wartender Fahrgast regte sich darüber so sehr auf, daß er nicht nur abwechselnd auf seine Uhr schaute und den Kopf schüttelte, sondern auch anfing, lauthals zu schimpfen.
Als der Bus dann kurze Zeit später eintraf, und der andere Fahrgast den Fahrer erblickte, rief er: “Ach so eener is dit!”
Was war geschehen? Nun, der Fahrer hatte einen eher dunkleren Hauttyp und schwarzes Haar. Daraus schloss der andere Fahrgast offenbar messerscharf: Türke! Oder Araber! Oder So!
Jedenfalls stellte er den Fahrer beim Einsteigen zur Rede: “Hör mal, Bursche! Wir sind hier nich in Anatolien! Dit is’n Deutscher Bus! Hier kannste nich so fahren, wie de magst! Wir ham hier nen Fahrplan und so!”
Mich regen solche Äußerungen immer auf!
Was hat denn die Herkunft eines Menschen (oder die Herkunft seiner Eltern) mit seiner Arbeitsleistung zu tun?
Was sagt die vermeintliche Herkunft eines Menschen überhaupt über diesen Menschen aus, außer daß er oder seine (Groß-)Eltern woanders geboren wurden?
Naja,
als ich also gerade Luft hole, um diesem aufgeblasenen, ungewaschenen Unsympathen meinen ganzen Zorn entgegenzuschleudern, ihn zu fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat und ob er die Buchstaben in der Blöd-Zeitung unter seinem Arm überhaupt lesen kann, oder ob er sich nur die Bildchen anschaut, ihm zu sagen, daß er mich mal kann, und daß ich die Nase gestrichen voll habe von xenophoben Arschlöchern wie ihm dem Typen mal die Meinung zu sagen, bittet der Fahrer ihn in bestem Hochdeutsch, sich doch bitte zu setzen, damit er endlich losfahren kann und der Bus sich nicht noch mehr verspätet.
Auch ‘ne Variante
Mit Videoüberwachung gegen kleine Kinder vorgehen!
Tags: arschlöcher, überwachung, intubation, Stuttgarter Volksbank
Der SWR meldet:
Die Stuttgarter Volksbank hat einem Zeitungsbericht zufolge die Videoüberwachung zum Aufspüren einer Kundin benutzt, deren Tochter auf dem Fußboden der Bank Schmutz hinterlassen hatte.
Dazu brauchen wir also den ganzen Überwachungskram.
Muß ja alles seine Ordnung haben, im Ländle.
Und ich dachte, es geht um Terroristen!
Ach neee! Ich vergaß, von wem wir regiert werden:
(direktüberwachung)
…via Lawblog
Gute Laune Buch gefällig?
Tags: arschlöcher, deutschland, g8, menschenrechte, Staats-Terror
Take that! Not!
Feindbild Demonstrant
Der Anwaltliche Notdienst des Republikanischen Anwaltsvereins hat eine Dokumentation des G8-Gipfels in Heiligendamm und der Arbeit dort tätiger Anwälte verfasst. Beängstigendes Fazit: Dass Demonstranten Grundrechte haben, wird vor allem als “Behinderung der Polizeiarbeit” gesehen. Die Militarisierung der inneren Sicherheit, Polizeigewalt und passende Medienpropaganda werden in dem Band ebenso dokumentiert wie die faktische Abschaffung von Grund- und Menschenrechten in “rechtsfreien Zonen”. Das Legal Team wurde für seine Tätigkeit unter anderem vom DAV und der Internationalen Liga für Menschenrechte ausgezeichnet
Wenn Ihr mal so richtig schlechte Laune bekommen wollt, dann solltet Ihr Euch dieses Buch kaufen, ausleihen oder anderweitig besorgen.
In Aufsatzform werden Vorgänge geschildert, die so unglaublich, hahnebüchen und menschenverachtend sind, daß man eigentlich nicht glauben mag, daß so etwas in diesem Land oder irgendeiner anderen, demokratischen Nation überhaupt vorkommen könnte. Die Grund- und Menschenrechte in diesem Land werden nicht länger im Verborgenen untergraben und ausgehöhlt: Sie stehen vielmehr offen zur Disposition und werden offenbar nach Belieben gebogen, ausgehebelt oder schlichtweg mißachtet – mit voller richterlicher, medialer und politischer Rückendeckung.
Aus einem Transparent “free all now”, welches vor einer der Gefangenensammelstellen gezeigt wurden, konstruierten die Polizisten flott einen Aufruf zur Gefangenenbefreiung, da “free” ja als “befreit” ins Deutsche übersetzt werden kann. Das LG Rostock schloss sich dem Urteil an und erklärte die “Gewahrsamnahme” für rechtens.
In den Gefangenensammelstellen, wie die guantanamo-artigen Käfiganlagen euphemistisch genannt wurden, war der Rechtstaat dann auch ganz weit entfernt. Den Internierten wurde kein Rechtsbeistand gewährt, Anwälte wurden am Umgang mit ihren Mandanten gehindert, und Einige sogar wegen “Unerlaubter Kontaktaufnahme zu Gefangenen” ebenfalls interniert.
Dort zu landen, war indes nicht besonders schwierig: Um als latent gewaltbereit eingestuft zu werden, reichte z.B. es bereits aus, aus größerer Entfernung angereist zu sein. Weshalb sonst sollten rechtschaffene, treusorgende Staatsbürger zum Beispiel die lange und beschwerliche Reise von Berlin nach Rostock auf sich nehmen?
fefe nennt ein weiteres Beispiel:
Die haben da z.B. Leute verhaftet, weil sie nass waren. Vorher an dem Tag, so die Ausrede, habe jemand die Polizei mit Gegenständen beworfen, und sie wissen nicht, wer das war, aber sie haben ihn mit ihrem Wasserwerfer erwischt. Später haben sie dann Leute gesehen, die nass waren, und daraus messerscharf geschlossen, dass das die selben Leute sein müssen.
Ich bin so unglaublich wütend gerade! Diese opressive Obrigkeitsscheiße kotzt mich einfach nur noch an!
Ich glaube, ich werde mir noch ein paar Exemplare dieses Buches kaufen, und immer bei mir tragen.
Und wenn dann mal wieder irgendein strunzenblöder konservativer Kommilitone oder Mitmensch argumentiert, die Polizei könne ja gar keine bösartigen Dinge anstellen, weil sie eben die Polizei ist, und daß die Norm, was gut und was schlecht ist, nun einmal von der Politik bestimmt wird…
…dann schmeiße ich ihm dieses Buch mit Anlauf an seine blöde Matschbirne vor die Füße!
Puh!
Durchatmen!
Pazifismus und so!
In diesem Sinne einmal mehr:
ICH KANN GAR NICHT SO VIEL FRESSEN WIE ICH KOTZEN MÖCHTE!
…Max Liebermann, 30. Januar 1933
Feindbild Demonstrant; 176 Seiten
Verlag: assoziation a
auch erhältlich bei Amazon
…Originalartikel bei gulli.com
…via Fefe
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Zum Kotzen? Aber sicher!
Tags: arschlöcher, medien, politik, terrorismus, verarsche
Der Grillmeister mit einem äußerst lesenswerten Artikel über die von Politik und Medien geschürte, irrationale Panik vor terroristischen Anschlägen.
[...]
Okay, die Anschläge auf das World Trade Center hat etwa 3000 Leute das Leben gekostet. Also in etwa so viele Leute wie TÄGLICH (!) an Diabetes sterben.
[...]
Konkret stellt er die These auf, daß das Geld, welches Jahr für Jahr für den Kampf gegen den vermeintlichen Terrorismus ausgegeben wird, an anderer Stelle viel besser aufgehoben wäre: In der Krebsforschung, Medikamente für Afrika, usw.
Sehe ich auch so!
Genau wie das hier:
[...]
Das ist genau der selbe Scheiss, wie wir gerade für ebenfalls heftiges Geld die Vorratsdatenspeicherung einführen, die e-Mailverkehr und Verbindungsdaten von Funktelefonen und Festnetzanschlüssen für 6 Monate speichert, wärend der Terrorist zu einem Münzfernsprecher geht oder mal eben ein Handy klaut.
[...]
Absoluter Lesebefehl!
Also, liebe Mitbürger, liebe Politiker und lieber Herr Schäuble,
bitte sorgen Sie sich um ihre Gesundheit, um die Standfestigkeit der Leitern in ihrem Haushalt und um die Sicherheit im Straßenverkehr. Denn der Herzinfarkt, der tödliche Sturz beim Gardinen-Aufhängen und auch der freundliche, betrunkene Autofahrer werden Sie sehr viel zuverlässiger dahinraffen, als es alle Osamas dieser Welt je könnten!
…via Holy Fruit Salad
Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss…
Tags: arschlöcher, überwachung, deutschland, politik, Staats-Terror, Stasi 2.0, vorratsdatenspeicherung
…ist alle Wiederkehr
Die Zukunft liegt in Finsternis
Und macht das Herz uns schwer!
Unser Bundespräsident hat also heute das Gesetz über die Vorratsdatenspeicherung unterschrieben.
Also hängt es nun an ein paar Menschen in rotem Ornat, eine weitere Orwell’sche Vision des Wahnsinns zu verhindern. Ich hoffe, sie treffen die richtige Entscheidung!
Ich bin traurig! Ohnmächtig! Wütend! Enttäuscht! Verängstigt!
Zum Glück regt sich noch etwas ziviler Widerstand:
Der Protest gegen Sicherheitsgesetze muss radikaler werden, fordert Frank Rosengart vom Chaos Computer Club. Das Jahr 2008 werde in Sachen Datenschutz spannend.
[...]
Trotz aller Proteste – auch von Hackern – hat der Bundestag beschlossen, dass im neuen Jahr alle Verbindungsdaten gespeichert werden. Warum hat die öffentliche Diskussion nichts bewirkt?
Darüber werden wir auf unserem Kongress natürlich reden müssen. Ich will gar nicht leugnen, dass wir etwas ratlos sind. Schließlich haben die Medien ausführlich über die Gefahren berichtet, die entstehen, wenn ab nächstem Jahr gespeichert wird, wer, wann mit wem per Telefon oder Internet Kontakt hatte. Passiert ist dennoch nicht viel. Wir wissen von einigen Politikern, die wider besseres Wissen für das Gesetz über die Vorratsdatenspeicherung gestimmt haben. Ihnen war die Fraktionsdisziplin wichtiger als eine Gefährdung des Datenschutzes. Also hat weder das Lobbying im Bundestag noch der Protest auf der Straße bei den Verantwortlichen dazu geführt, ihre Entscheidungen zu überdenken.
Aber was folgt für Sie daraus?
Aus der Zeit der RAF wissen wir: Der bewaffnete Kampf bringt nichts (lacht). Aber im Ernst, vielleicht müssen wir versuchen, die Menschen mehr zu radikalisieren. Das heißt, ihnen mehr Mut zu zivilem Ungehorsam zu machen. So kann man den Chip, der auf den neuen Reisepässen die gespeicherten Fingerabdrücke enthält, zu Hause in der Mikrowelle zerstören. Möglicherweise sollten auch Organisationen wie der Chaos Computer Club und der AK Vorratsdatenspeicherung über radikalere Formen des Protestes nachdenken.
[...]
Quelle: taz
…gefunden bei netzpolitik.org
Gewalt
Da laufe ich doch gerade mit 2 Freunden und einer Freundin von der Berliner LARP-Taverne Richtung U-Bhf Alt Tegel, als uns plötzlich eine Gruppe Jugendlicher anhält und doof anlabert: 4 oder 5 “Mann” und ein Mädel, alle mindestens 10 Jahre Jahre jünger als wir.
Ehe ich michs versehe, liegt einer meiner Freunde am Boden und ich höre etwas von “Handys her!”.
Was genau bei den anderen vor sich geht, kann ich in dem Moment nicht verfolgen, dazu bin ich deutlich zu ängstlich und aufgeregt.
Jedenfalls steht vor mir ein blonder Jüngling und fängt an, mich zu begrabbeln. Ich sage ihm, wir wollten keinen Ärger und er solle einfach weitergehen. Zack habe ich erstmal ein Ding in der Fresse. Ich wiederhole mich, wir wollten keinen Ärger, und kassiere direkt den nächsten Schlag, der mir dann die Brille von der Nase kloppt. Seinen dritten Schlag pariere ich schließlich, halte seinen Arm fest, und überlege, was ich nun mache – die anfängliche Angst, Lähmung und Orientierungslosigkeit weicht langsam.
In diesem Moment bekomme ich mit, daß mein zu Boden gegangener Kumpel bereits sein Handy rausgerückt hat, noch um die Herausgabe der SIM-Karte bittet, und diese auch bekommt.
Danach verziehen sich die Typen – wir anderen haben noch alle Habseligkeiten.
Mir geht es erstaunlicherweise relativ gut, “mein” Typ hatte nicht richtig getroffen. Das Gesicht meines zu Boden gegangenen Freundes ist aber recht anständig ramponiert.
Nun, mit einer guten Stunde Abstand dazwischen, kommen natürlich die Fragen:
- Habe ich richtig reagiert?
- Hätte ich nicht mehr machen können?
Ich bin aber, glaube ich, der Auffassung, daß ich mich richtig verhalten habe. Klar, mein Gegenüber wog höchstens die Hälfte von mir, und vermutlich hätte ich ihm locker einen Arm brechen oder ihn durch die Schaufensterscheibe, vor der sich alles abspielte, schmeißen können.
Aber was wäre dann passiert?
Hätte dann einer von denen ein Messer gezückt oder die Situation wäre anderweitig eskaliert?
Ich glaube, wir hatten recht ordentliches Glück, daß alles recht glimpflich abging. Klar, für meinen Freund ist es Käse: Blaues Auge, fiese Beule und das Handy mit allen Telefonnummern, Kalenderdaten, usw. weg.
Aber, wie gesagt, es hätte schlimmer kommen können…


