Sind 31% wirklich viel?

Eine kleine Rechnung bei XWolf:

Ein Lokomotivführer bekommt zur Zeit maximal 2150€. Das sind bei Steuerklasse I, ohne Kinder, etwa 1400€ ausgezahlt. Wenn man 31% mehr fordert, sind das knapp 666,50€ mehr Grundgehalt. Ausgezahlt mit selben Werten 1834€. Somit 434€ mehr.

Das ist sicherlich ein schöner Batzen Geld, aber vor dem Hintergrund, daß sich der Vorstand der Bahn die eigenen Gehälter gerade erst um 62% erhöht hat, durchaus berechtigt finde ich.

Mal ganz davon abgesehen, daß ich 1.4k€ netto im Monat als Endgehalt (also nach 25 Dienstjahren oder so) für eine dermaßen verantwortungsvolle Tätigkeit im brachialen Schichtdienst wirklich frech und unverhältnismäßig wenig finde.

Ach ja:

Eine andere Rechnung wäre bzgl. der Wirtschaftlichkeit noch erwähnenswert:
Wenn man annehmen würde, daß alle 14000 Mitglieder der GDL nun 666,50 Euro mehr kriegen würden, wären daß etwa 9 Millionen Euro pro Monat oder 112 Millionen pro Jahr an Mehrkosten bei dem Personal die die Bahn zahlen müsste (bei über 2 Milliarden Euro Gewinn und bei der Zahl an Leuten ist das nicht viel).

In Presseberichten behauptet die Bahn jedoch, daß jeder Streiktag einen Schaden von 500 Millionen Euro verursachen würde.
In anderen Worten: Selbst eine volle Akzeptanz der Bahn aller GDL-Forderungen wäre günstiger als Streik. Somit kann es der Bahn garnicht um das Geld gehen sondern es geht ihr nur darum, nicht nachzugeben.
Koste es, was es wolle.

Dem hab ich nichts mehr hinzuzufügen.

gefunden beim Schockwellenreiter


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