…und wieder ein Amoklauf

Es war in den vegangenen 48 Stunden nahezu unmöglich, nichts vom neuesten Schulmassaker in Deutschland zu hören oder zu sehen – omnipräsent in allen Medien war die Geschichte.

Und natürlich stürzen sich die Mainstream-Medien auf jede Pseudoneuigkeit, die sie in diesem Zusammenhang finden können. Daß dabei einmal mehr Grundtugenden des Journalismus auf der Strecke bleiben, z.B. saubere Recherchen, wird billigend in Kauf genommen – Hauptsache, man ist schneller als die Konkurrenz.

In ihrer kleinbürgerlichen Ignoranz ziehen Politiker und Medienschaffende erneut alle Register, wenn es darum geht, zu verteufeln, was sie nicht verstehen. Nach bekanntem Schema sind nun also wieder Computerspiele dran Schuld:

Die für jeden gesund denkenden Menschen eigentlich entscheidende Frage, wie der Täter an die Schusswaffe seines Vaters und 250 Schuss Munition gelangen konnte, wird , löbliche Ausnahmen wie Monitor einmal ausgenommen, nur im Vorbeigehen behandelt. Polizei und Politik, die sonst immer ganz schnell dabei sind, wenn es um Präventivmaßnahmen zur Abwehr von sogenannten Gefährdern geht, sehen keinen Bedarf, das Waffenrecht in Deutschland zu verschärfen.

Das passt leider ins Bild. Immer frei nach dem Motto: Guns don’t kill people, Counter Strike does!

Quasi-Presseschau:

…auch erschienen auf dem neuen freitag


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